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 Betreff des Beitrags: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Fr 10. Sep 2010, 09:45 
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SCOTT (Philips 1967)

Mathilde / Montague Terrace (In Blue) / Angelica / The Lady Came from Baltimore / When Joanna Loved Me / My Death / The Big Hurt / Such a Small Love / You`re Gonna Hear from Me / Through a Long and Sleepless Night / Always Coming Back to You / Amsterdam


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 18:19 
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Hier steht aber noch NIX. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 20:14 
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EFR hat geschrieben:
Hier steht aber noch NIX. ;)

Dann will ich mal.

Nach der Trennung der Walker Brothers nahm Scott 1967 seine erste Philips Solo LP auf,
die sich schlicht und einfach SCOTT nannte und von John Franz produziert wurde.
Schon das s/w Foto des Covers lässt ahnen, dass es sich hier um kein fröhliches Pop
Album handelt. Im Sommer Of Love veröffentlichen die Beatles ihr Pepper Album und
die Stones im Windschatten Their Satanic Majesties Request. Flower Power ist angesagt,
aber nicht für Noel Scott Engel.

Scott ist fasziniert von dem belgischen Chansonnier Jacques Brel und covert drei Songs von ihm, die er mit einer
Leidenschaft singt, als wären sie aus seiner Feder. Alleine schon der Opener MATHILDE
lässt einen niederknien vor dieser Stimme und dem Arrangement.
MY DEATH beendet die erste LP Seite und AMSTERDAM die B Seite. Alle drei
Brel Covers gehören mit zu den stärksten Songs dieser Scheibe.

Scott trug aber auch drei eigene Kompositionen bei. Montague Terrace (in blue),
Such A Small Love und Always Coming Back To You. Hier merkt man schon,
dass es Scott nicht nur um die Melodie geht, sondern das sich der Text auch perfekt einfügen muss. Einfach genial und zeitlos.

Außerdem ist ein wunderschönes Cover von Angelica zu hören, wobei man bei
Lady Came From Balitmore mehr von einem Lückenbüßer sprechen kann.
When Joanna Loves Me, The Big Hurt, You´re Gonna Hear From Me und
Through A Long And Sleepless Night passen zwar in das Konzept, gehören
aber nicht zu meinem Favoriten.

Fazit: Ein Album an dem die Zeit spurlos vorbei gegangen ist, während die 67er
Beatles und Stones Scheiben sich heute doch schon angestaubt anhören. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2011, 10:01 
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Doch, hier !! Und das schon ein ganzes Weilchen.... :cry: :roll: ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2011, 10:05 
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Aber, ich ziehe meinen Hut vor Deiner Kritik ! Viel besser als meine. Du solltest das weiter machen !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2011, 15:46 
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Ich ziehe gleich zwei Hüte vor euren Rezensionen! Ich bin immer noch tiefstens beeindruckt vom Song "Such a small love". Einfach traumhaft, auch das Arrangement. Die übrigen, da sind wir uns weitgehend einig ... Aber manche Songs haften besonders im Gehörgang und verlassen ihn nur zeitweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 21:34 
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Danke für die Blumen, Jungs.

Bei meiner Rezension habe ich aber gemerkt, was sich Mike bisher für eine Arbeit damit
gemacht hat.
Es wäre natürlich schön, wenn der eine oder andere auch noch etwas dazu betragen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 08:49 
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EFR hat geschrieben:
Danke für die Blumen, Jungs.

Bei meiner Rezension habe ich aber gemerkt, was sich Mike bisher für eine Arbeit damit
gemacht hat.
Es wäre natürlich schön, wenn der eine oder andere auch noch etwas dazu betragen würde.



Komisch, hatte ich doch schon mal...

Möglicherweise entschwand meine damalige Rezi bei der Umstrukturierung.

Nun ja, es ist alles gespeichert, daher hier noch mal:


Scott Walker – Scott (in den USA auch als "Aloner")

Diese Platte sorgte 1967 für Verwirrung, so erinnere ich mich jedenfalls.

Die “Hitparaden-verwöhnten“ Walker Brothers-Fans stießen hier auf sperriges Songmaterial, dass auf einige möglicherweise ’abstoßend’ wirkte.

Und für jene, die sich mit „progressivem“ Rock beschäftigten, war dieses so eine Art „Schlager-Fuzzy-Musik“(oder typisch MOR - Middle of the road).

Dennoch stieg das Album in Großbritannien hoch in die Charts ein.


Da tauchte eine streicherüberflutete Musik auf, die auch für diese Fraktion letztlich wahrscheinlich sperrig war. Also – war das etwas für Chanson-Freunde?

Mit ihren Wechseln und dramatischem Ansteigen und Abschwellen sind es ja auch recht komplexe, orchestrale Strukturen, die sich durch die Stücke ziehen.

Und genau das macht die Faszination dieser ersten Solo-LP von Scott Walker für mich aus.


Stark am belgischen Chansonsänger Jacques Brel orientiert (von ihm finden sich hier auch “Mathilde“, „My death“ und „Amsterdam“), versuchte Walker hier eine dramatische Darstellung bewegender, teils düsterer Themen mit dem Hauch von Verzweiflung.
Texte voll Poesie und Lyrik.....

Gleichwohl strahlt die Musik eine ungeheure Schönheit aus.(hier z.B. Tim Hardin’s „The Lady came from Baltimore“) Aber auch Elemente von Melancholie, Sentimentalität und leichter Morbidität finden wir vor.


Voller Dramatik, für mich der Höhepunkt, und einer der schönsten Lieder der Musikgeschichte ist jedoch die Eigenkomposition „Montague Terrace(in blue)“, die sich, wenn man sich darauf einlässt, tief ins Gemüt bohrt.....
Ein herrliches Stück, ich liebe es!


Hier alle Titel:

1. Mathilde (Brel, Jouannest, Shuman) 2:39
2. Montague Terrace (In Blue) (Walker ) 3:31
3. Angelica (Mann, Weill) 4:02
4. The Lady Came from Baltimore (Hardin ) 1:59
5. When Joanna Loved Me (Segal, Wells ) 3:08
6. My Death (Brel, Shuman) 4:57
7. The Big Hurt (Shanklin) 2:26
8. Such a Small Love (Walker ) 4:55
9. You're Gonna Hear from Me (Previn, Previn ) 2:53
10. Through a Long and Sleepless Night (Gordon, Nessan, Newman) 4:12
11. Always Coming Back to You (Walker ) 2:41
12. Amsterdam (Brel, Shuman) 3:04


Musiker sind nicht aufgeführt, dafür aber die einzelnen Arrangeure, die ihre jeweilige Arbeit
zum Gelingen eines für mich gewaltigen Albums hervorragend abgeliefert haben:


· Scott Walker- vocals
· Wally Stott - arrangements, conductor
· Reg Guest - arrangements, conductor
· Peter Knight - arrangements, conductor

Produziert hat John Franz.


Ein Klasse-Album , ein Klassiker! Ein Muss!

Und mit zunehmendem Alter, man öffnet sich doch mehr, gewinnt man leichteren Zugang...


Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 09:43 
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Jetzt muss ich einen dritten Hut ziehen lieber Wolfgang. Man sieht, dass verschiedene Kritiken mit weiteren interessanten Facetten aufwarten, aber in der Quintessenz sind sich alle einig, dass es ein hervorragendes Album ist.

@ Wolfgang: DU erinnerst Dich, dass durch die ohne Vorwarnung erfolgte Forenabschaltung (Fa. Foren City) vor über einem Jahr auch unser Forum für immer im Nirwana verschwand. Man könnte sich heute noch wohin beissen, was da alles an tollen Einträgen verschwand ...

Dass Du (und nicht nur Du!) besonders vom Song "Montague ..." tief beeindruckt bist, fand ja dann seinen Niederschlag in Deinem Nickname :P .


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 Betreff des Beitrags: Re: Scott Walker - Scott
BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2011, 14:04 
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Was mir immer wieder durch den Kopf geht : Hat Scott eigentlich auch die Musik, also die Melodien selber geschrieben oder sind die von seinen Arrangeuren ?


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