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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 15:38 
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Ich kann hier nur vom öffentl.-rechtl. Sender Bayern 3 und privaten Anbieter Antenne Bayern reden. Was die sich in meinen Augen für unsägliche "Wettbewerbe" in immer noch seichtere Untiefen der Mainstreammusik leisten, spottet fast schon jeder Beschreibung. Meist Einheitssound und vor allem: Man bringt monatelang mehrmals täglich die selben Titel. Wenn sie abgenudelt sind - ich nehme an, die haben ein Zählwerk und ab 5000 sollte es so weit sein - werden sie nach Bayern 1 umgebettet, weil sie da als Oldies heranreifen sollen. Muss man die Verantwortlichen für diesen musikalischen Unfug bedauern? Ich denke nein. Entweder laufen sie mit Ohropax herum oder/und bekommen eine saftige monatliche Entschädigung zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden. Oder auch kostenlose Behandlung bei einem Nervenarzt.

Nun kann man mir vorhalten: Warum tust Du Dir das an? Antwort: Unfreiwillig 8-) .

Ich möchte mal ein Beispiel nennen, das etliche Monate lang täglich oft mehrmals zu hören ist:
Der singende Lachsack. Diese sog. Komposition meine ich - bitte festhalten. Alleine der Titel (?) sagt schon alles:

Elle King - ex's & oh’s:
https://www.youtube.com/watch?v=0uLI6BnVh6w

Wenn ich sowas höre, ist alles um mich herum in akuter Gefahr.

Weiter ist es schlimm, dass man sich immer mehr Texte erspart - sicher wegen mangelnder Einfälle. Dann behilft man sich mit dadada, lalala-Zeilen, die endlos wiederholt werden. Das sind Frontalangriffe auf meine Haare, die sich entgegen der Erdanziehung ruckarftig nach oben aufrichten. Wenn schon dadada, dann wenigstens das Original von TRIO. Aber nicht mal das ist sendewürdig. Meine Fresse, bin ich momentan angefressen.

Dann gibt es noch eine Nummer, die wird von den typischen maschinellen MRT (Magnetresonanz-Therapie)-Geräuschen begleitet. Ich weiß, wovon ich rede. Mir fällt jetzt leider nicht ein, wie der Titel dieser Geräuschorgie heisst.

Ist all dieser Unsinn eine Aufgabe des öffentl.-rechtl. Rundfunks, die Hörer noch dümmer und abgestumpfter zu machen? Viele haben für "normale" gehaltvolle Musik, so wie wir sie kennen, überhaupt kein Ohr mehr.

Wer auch was beitragen möchte, hier ist viel Platz zum Lästern da! Eure Meinung ist dringend gefragt!


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 16:20 
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ich kann nicht umhin, wiederum auf Michy Reincke zu verweisen:

"Wollen wir weiterhin Fast-Food-Musik „konsumieren“, unsere Seelen mit dem Gegenteil nahrhafter Kultur beschmieren & uns ablenken lassen von unseren Möglichkeiten & Rechten."

https://michyreincke.wordpress.com/

Wir haben oft mit einigen Bekannten, Freunden etc. das von Dir, Gerd, angeschnittene Thema diskutiert.
Wie andernorts beschrieben, höre ich gar oder fast gar kein Radio mehr, im Auto allenfalls. Nun, es gibt Unterschiede, einige Sender beschallen mit Musik, die ich auch ertragen kann, einige bringen Oldies aus meiner Entwicklungszeit, und ein lokaler Sender bringt Musik, die ich zu 80 % gar nicht kenne. Leider hat man dort nicht die technischen Möglichkeiten, die Songs anzuzeigen, und Playlists kann man auch nicht aufrufen. Dort ist der Output dann auch umfassender.
Die gängigen Sender sind jedoch arg limitiert.

Allerdings muss ich die Kritik auch an die lieben Hörer weitergeben.
Ein Sender ruft z.B. jährlich dazu auf, Wunschtitel zu nennen, die dann auch gespielt werden können. Und - was geschieht? Genau jene Titel erscheinen dann, die auch sonst laufen...
Es wird in der Regel wahrscheinlich genau das vorgeschlagen, was man zu Hause ohnehin im Regal stehen hat. Also warum noch einmal im Radio????

Jedenfalls habe ich bisher noch keinen meiner Wunschtitel gehört, meistens sind das solche Songs von Künstlern, von denen ich der Meinung bin, dass sie es verdient hätten, endlich einmal im Radio gespielt zu werden, und dafür zu sorgen, dass die Charts qualitativ endlich besser werden.

Und zu den dadadas, lalalas..., da nerven mich derzeit die ohohohs noch viel mehr, meist abgehackt vorgetragen mit glucksendem Unterton. Da hat sich langsam wieder eine neue Masche etabliert, die sich von gutem Gesang immer weiter entfernt.

Aber es ist ja gar nicht einmal zwingend der Gesang. Gib' mir einen PC, ein Kompositions-Programm, und ich komponiere gern den nächsten Hit für die Charts. Immer dünner, immer billiger werden die Kompositionen, ganz zu schweigen von den teils fürchterlichen Arrangements.
In meiner Eigenschaft als fleißiger Rezensent bekomme ich es mit vielen Platten zu tun, deren Interpreten es wert wären, die Charts zu füllen, weil wirklich viel gutes Zeug dabei ist, ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen erneuten "Werbefeldzug" für Klas Qvist alias Citizen K..
Doch diese Maschinerie hat klare Vorgaben, Dieter Bohlen & Co., das sind die Macher, oder die "neue deutsche Weinerlichkeit" nimmt auch Überhand, und - klar, da machen natürlich auch die Rundfunkgesellschaften gern mit. Nach dem Motto "Geld regiert die Welt" gibt es aktuell andere Maßstäbe als Qualität und Individualität. Schade, aber ich befürchte, angesichts der Masse an "Nicht-wirklich-an-Musik-Interessierten" wird sich nicht viel ändern.

Gute Musik verliert leider immer mehr an Stellenwert, Berieselung ist gefragt, nun, letztlich ein Merkmal unserer Zeit, Musik ist nur ein Bestandteil dieser "verrückt gewordenen Welt".....

Wolfgang, der in dieser Hinsicht ebenso angefressen ist.....


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 20:15 
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Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:18
Beiträge: 3188
Montague hat geschrieben:
Musik ist nur ein Bestandteil dieser "verrückt gewordenen Welt".....


Diese drei Worte kann ich nur unterstreichen.
Manchmal denke ich, dass es vielleicht an unserem Alter liegt, aber ich bin mit Leuten befreundet,
die über 20 Jahre jünger sind und auch dieser Ansicht sind.

Was das Radio betrifft (einen ähnlichen thread hatten wir im Januar schon ;) ) teile ich Eure Ansichten.
Zum Glück haben wir Älteren noch das Glück gehabt und gutes Radio erlebt.
Abgesehen von der Musik die heutzutage gespielt wird, stört mich noch mehr das
Hirn- und sinnlose Geschmarre.
Eigentlich geht es nur noch um Freizeit und wie toll es ist während der Arbeit Radio zu hören
Und natürlich nur diesen Sender: „Hallo ich bin die Chantal und wir hören bei der Arbeit nur
euren Sender!“ Und dazwischen: „Hallo i bin der Schorsch und ich hab no an Blitzer für euch!“
„Danke Schorsch und jetzt sind es nur noch sieben Stunden bis zum Feierabend und 5
Tage bis zum Wochenende!“ Hinzu kommen endlose Tipps, wie man dann das Wochenende
und die Freizeit gestalten soll. HILFE!
Wunderbar! Was müssen das für Firmen bzw. Chefs sein die ihren Angestellten erlauben,
sich diesen Flachsinn stundenlang auszusetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, das dort
irgendetwas produktives dabei herauskommt oder etwas vernünftiges geleistet wird.

Mann bin ich jetzt angefressen…. :lol:


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 21:59 
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Gute Musik gibbet immer.... nur läuft die in Zeiten der Formatradios eben nicht im Rundfunk. Da läuft viel mehr das Gleichschaltungsprogramm ab. Sowohl im kulturellen Bereich als auch im politischen.
Heutzutage liegt eben viel mehr die Verantwortung beim Hörer selbst, was er hört. Man kann ja sein Programm mittlerweile selbst zusammenstellen und das belanglose Gequatsche irgendwelcher Moderatoren braucht es m.M. nach nicht mehr. Über Spotify z.B. kann die junge Generation durchaus auch ihren musikalischen Horizont erweitern.

Zitat:
Gib' mir einen PC, ein Kompositions-Programm, und ich komponiere gern den nächsten Hit für die Charts. Immer dünner, immer billiger werden die Kompositionen, ganz zu schweigen von den teils fürchterlichen Arrangements.


Das ist weniger eine Frage des Werkzeugs als eine Frage des Talents. Der PC stellt keine Limitierung dar, genauso wenig wie die verwendete Software - ganz im Gegenteil. Komponieren tut sich immer noch nicht der Song im PC selbst. Und in Zeiten, in denen den Musikern die Budgets fehlen, ist die moderne Produktion in der DAW die einzige Möglichkeit, etwas auf die Beine zu stellen.
Und der Mist, den hier einige kritisieren, welcher laufend im Radio runtegedudelt wird, wird zum größten Teil immer noch in Profistudios gemischt und gemastert.

Was mich anbelangt... werde auch massiv bei der Arbeit zugedröhnt mit Radioschrott... täglich. Höre privat schon lange kein (Musik)Radio mehr... dann eher noch Deutschlandfunk - bei dem ich mich dann allerdings immer wieder über die plumpe Propaganda ärgere - ist aber auch wieder ein anderes Thema.

_________________
Eigenes Zeugs:

https://soundcloud.com/wellenstrom

& Synthesized Sounds:

https://www.freesound.org/people/reacthor/


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 12:24 
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Registriert: Mo 30. Aug 2010, 16:01
Beiträge: 4061
Montague hat geschrieben:
ich kann nicht umhin, wiederum auf Michy Reincke zu verweisen:

"Wollen wir weiterhin Fast-Food-Musik „konsumieren“, unsere Seelen mit dem Gegenteil nahrhafter Kultur beschmieren & uns ablenken lassen von unseren Möglichkeiten & Rechten."

https://michyreincke.wordpress.com/

Wir haben oft mit einigen Bekannten, Freunden etc. das von Dir, Gerd, angeschnittene Thema diskutiert.
Wie andernorts beschrieben, höre ich gar oder fast gar kein Radio mehr, im Auto allenfalls. Nun, es gibt Unterschiede, einige Sender beschallen mit Musik, die ich auch ertragen kann, einige bringen Oldies aus meiner Entwicklungszeit, und ein lokaler Sender bringt Musik, die ich zu 80 % gar nicht kenne. Leider hat man dort nicht die technischen Möglichkeiten, die Songs anzuzeigen, und Playlists kann man auch nicht aufrufen. Dort ist der Output dann auch umfassender.
Die gängigen Sender sind jedoch arg limitiert.

Allerdings muss ich die Kritik auch an die lieben Hörer weitergeben.
Ein Sender ruft z.B. jährlich dazu auf, Wunschtitel zu nennen, die dann auch gespielt werden können. Und - was geschieht? Genau jene Titel erscheinen dann, die auch sonst laufen...
Es wird in der Regel wahrscheinlich genau das vorgeschlagen, was man zu Hause ohnehin im Regal stehen hat. Also warum noch einmal im Radio????


Das mit den sog. Wunschsendungen kenne ich genau so. Aber wenn man nur so einen Mist vorgesetzt bekommt und sich nicht zumindest hobbymäßig mit guter Musik beschäftgt, kennt man es nicht anders. Und viele sind stolz darauf, dass "ihre" Lieblingsplatte, meist sogar mit der Nennung ihres Namens, im Rundfunk gespielt wird.

Montague hat geschrieben:
Jedenfalls habe ich bisher noch keinen meiner Wunschtitel gehört, meistens sind das solche Songs von Künstlern, von denen ich der Meinung bin, dass sie es verdient hätten, endlich einmal im Radio gespielt zu werden, und dafür zu sorgen, dass die Charts qualitativ endlich besser werden.

Völlig d'ac­cord!
Montague hat geschrieben:
Und zu den dadadas, lalalas..., da nerven mich derzeit die ohohohs noch viel mehr, meist abgehackt vorgetragen mit glucksendem Unterton. Da hat sich langsam wieder eine neue Masche etabliert, die sich von gutem Gesang immer weiter entfernt.


Sowas finde ich am Schrecklichsten. Vorhin hörte ich aus Unvorsichtigkeit diesen nenenenenene-Song:

"Naughty Boy - La La La ft. Sam Smith" - schlimm diese Einfalt
Montague hat geschrieben:
Aber es ist ja gar nicht einmal zwingend der Gesang. Gib' mir einen PC, ein Kompositions-Programm, und ich komponiere gern den nächsten Hit für die Charts. Immer dünner, immer billiger werden die Kompositionen, ganz zu schweigen von den teils fürchterlichen Arrangements.
In meiner Eigenschaft als fleißiger Rezensent bekomme ich es mit vielen Platten zu tun, deren Interpreten es wert wären, die Charts zu füllen, weil wirklich viel gutes Zeug dabei ist, ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen erneuten "Werbefeldzug" für Klas Qvist alias Citizen K..
Doch diese Maschinerie hat klare Vorgaben, Dieter Bohlen & Co., das sind die Macher, oder die "neue deutsche Weinerlichkeit" nimmt auch Überhand, und - klar, da machen natürlich auch die Rundfunkgesellschaften gern mit. Nach dem Motto "Geld regiert die Welt" gibt es aktuell andere Maßstäbe als Qualität und Individualität. Schade, aber ich befürchte, angesichts der Masse an "Nicht-wirklich-an-Musik-Interessierten" wird sich nicht viel ändern.


Jaja, besonders männliche Wesen fallen unter diese Weinerlichkeit. Wenn ich am Tim Bendzko denke, der greint, dass er keine Maschine ist oder sein will. Mein Gott, dann sei ein Mann, Tim und nimm das Heft selbst in die Hand !!!

Montague hat geschrieben:
Gute Musik verliert leider immer mehr an Stellenwert, Berieselung ist gefragt, nun, letztlich ein Merkmal unserer Zeit, Musik ist nur ein Bestandteil dieser "verrückt gewordenen Welt".....

Bei meinem ersten Posting dachte ich vor allem daran, ob es Aufgabe von öffentl.-rechtl. Rundfunk"Anstalten" ist, permanent diesen oft abgrundtiefen Chartmist täglich mehrmals zu verbreiten. Gehört das zum Programmauftrag? Es ist wie bei den TV-Programmen: Die Öffentlichen ahmen das "Niveau" der Privaten so gut nach, dass sie locker noch weit darunter gerutscht sind. Dafür zahlt man auch noch Gebühren *kotzwürg*...
Montague hat geschrieben:
Wolfgang, der in dieser Hinsicht ebenso angefressen ist.....

8-)


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 12:31 
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Registriert: Mo 30. Aug 2010, 16:01
Beiträge: 4061
EFR hat geschrieben:
Montague hat geschrieben:
Musik ist nur ein Bestandteil dieser "verrückt gewordenen Welt".....

Diese drei Worte kann ich nur unterstreichen.
Manchmal denke ich, dass es vielleicht an unserem Alter liegt, aber ich bin mit Leuten befreundet,
die über 20 Jahre jünger sind und auch dieser Ansicht sind.

Was das Radio betrifft (einen ähnlichen thread hatten wir im Januar schon ;) ) teile ich Eure Ansichten.
Zum Glück haben wir Älteren noch das Glück gehabt und gutes Radio erlebt.
Abgesehen von der Musik die heutzutage gespielt wird, stört mich noch mehr das
Hirn- und sinnlose Geschmarre.
Eigentlich geht es nur noch um Freizeit und wie toll es ist während der Arbeit Radio zu hören
Und natürlich nur diesen Sender: „Hallo ich bin die Chantal und wir hören bei der Arbeit nur
euren Sender!“ Und dazwischen: „Hallo i bin der Schorsch und ich hab no an Blitzer für euch!“
„Danke Schorsch und jetzt sind es nur noch sieben Stunden bis zum Feierabend und 5
Tage bis zum Wochenende!“ Hinzu kommen endlose Tipps, wie man dann das Wochenende
und die Freizeit gestalten soll. HILFE!
Wunderbar! Was müssen das für Firmen bzw. Chefs sein die ihren Angestellten erlauben,
sich diesen Flachsinn stundenlang auszusetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, das dort
irgendetwas produktives dabei herauskommt oder etwas vernünftiges geleistet wird.

Mann bin ich jetzt angefressen…. :lol:


Wir "Angefressenen" haben das Glück, hier in einem Forum zu sein, wo man u.a. auch noch über "echte" handgemachte Musik, gerne auch über neue Strömungen diskutiert und wie sogar noch ein Faible für Scotty haben. Und wir haben das Glück - abgesehen vom Streamen - sogar noch echte CDs und sogar noch LPs (wie Mike) zu haben und da reinzuhören zu können. Ich habe in meiner Sammlung noch etliche fast ungehörte Scheiben und bin zum Glück nicht auf das Dudelradio angewiesen - nur, dass man manchmal häuslich damit konfrontiert wird :-)...
Stimmt schon EFR, dass bei sog. Interviews mit Hörern Nichtigkeiten ausgebreitet werden und jeder Furz über den Äther muss, nebst den üblichen Grüßen an den Freundeskreis.


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 12:34 
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Beiträge: 4061
Wellenstrom hat geschrieben:
Gute Musik gibbet immer.... nur läuft die in Zeiten der Formatradios eben nicht im Rundfunk. Da läuft viel mehr das Gleichschaltungsprogramm ab. Sowohl im kulturellen Bereich als auch im politischen.
Heutzutage liegt eben viel mehr die Verantwortung beim Hörer selbst, was er hört. Man kann ja sein Programm mittlerweile selbst zusammenstellen und das belanglose Gequatsche irgendwelcher Moderatoren braucht es m.M. nach nicht mehr. Über Spotify z.B. kann die junge Generation durchaus auch ihren musikalischen Horizont erweitern.
Zitat:
Gib' mir einen PC, ein Kompositions-Programm, und ich komponiere gern den nächsten Hit für die Charts. Immer dünner, immer billiger werden die Kompositionen, ganz zu schweigen von den teils fürchterlichen Arrangements.

Das ist weniger eine Frage des Werkzeugs als eine Frage des Talents. Der PC stellt keine Limitierung dar, genauso wenig wie die verwendete Software - ganz im Gegenteil. Komponieren tut sich immer noch nicht der Song im PC selbst. Und in Zeiten, in denen den Musikern die Budgets fehlen, ist die moderne Produktion in der DAW die einzige Möglichkeit, etwas auf die Beine zu stellen.
Und der Mist, den hier einige kritisieren, welcher laufend im Radio runtegedudelt wird, wird zum größten Teil immer noch in Profistudios gemischt und gemastert.
Was mich anbelangt... werde auch massiv bei der Arbeit zugedröhnt mit Radioschrott... täglich. Höre privat schon lange kein (Musik)Radio mehr... dann eher noch Deutschlandfunk - bei dem ich mich dann allerdings immer wieder über die plumpe Propaganda ärgere - ist aber auch wieder ein anderes Thema.

Danke Wellenstrom für Deine Einschätzungen, die sich weitgehend mit meinen Erfahrungen decken!


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 16:49 
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Beiträge: 8684
Wohnort: Berlin
Ob die Musik damals besser oder schlechter war als heute glaube ich nicht, sie war höchstens anders.
Aber das Medium Radio, daß sie uns brachte, war vielseitiger.
Es gab Deep Purple neben Roy Black, Kraftwerk neben Dalia Lavi, Rockn`Roll neben Jazz.
Es gab so viele unterschiedliche Sendungen mit so vielen unterschiedlichen Moderatoren, die ihren Sendungen einen eigenen Anstrich gaben.
Heute heißt das große Schlagwort Individualität, damals Vielseitigkeit.

Mal im Ernst, würde hier einer von uns oder von den Gästen in einem separaten Gary Walker Forum stöbern ? Ich glaube nicht.
Aber dadurch, daß er hier auch einen Platz hat, wird er mitgelesen.

Nein, der Tod des Radios fand für mich in dem Moment statt, als sie begannen, es in einzelne Sparten aufzuteilen.

Aber in meinem Kopf und meinem Herzen sind sie mit ihren Titeln und Machern noch vertreten, all die wundervollen Sendungen !! :D


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BeitragVerfasst: Do 2. Mär 2017, 09:15 
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Registriert: Di 31. Aug 2010, 11:05
Beiträge: 1287
Mike Walker hat geschrieben:
Aber in meinem Kopf und meinem Herzen sind sie mit ihren Titeln und Machern noch vertreten, all die wundervollen Sendungen !! :D



ab 1965 und die folgenden Jahre begleitete sie mich neben meinen Schularbeiten:

"Musik für junge Leute" mit Klaus Wellershaus...., war zwar nur 25 Minuten lang, aber ganz "mein Ding"....


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BeitragVerfasst: Do 2. Mär 2017, 12:43 
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Beiträge: 4061
Mike Walker hat geschrieben:
...Nein, der Tod des Radios fand für mich in dem Moment statt, als sie begannen, es in einzelne Sparten aufzuteilen. ...

Das sehe ich sogar als Bereicherung an. Die allermeisten Sender schielen wegen der Werbeeinnahmen nur noch auf die Quote und haben nach Jahren endlich ihr Werk vollendet - nämlich viele unbedarfte Hörer jahrelang mit dem Dudelmüll zugelullt zu haben und dies jetzt als "Referenzmusik" für diesen Personenkreis darstellen. Spartensender sehe ich als eine Art Rettungsanker. Da kann man herausfiltern, was man - noch - hören möchte. Auf der anderen Seite ist es gut, dass man dank YouTube, Foren, FB usw. auch auf Interpreten stößt, auf die man in früheren Jahren mangels elektronischer Medien nie gekommen wäre. Oder man verließ sich eben auf die legendären DJ's, wie Thomas Gottschalk & Co. , die natürlich ihre eigenen Präferenzen hatten. Ich weiß noch, dass ich regelmäßig alle relevanten Plattenfirmen um Kataloge anbettelte, um mir dann entsprechende LPs zu kaufen. Oder Radiosender anschrieb, wie der oder der Titel hieß, der am Soundsovielten gespielt wurde, ohne angesagt zu werden. Da erhielt man sogar individuelle Briefe, die ich noch habe!
Aber nochmal:
Ich habe was dagegen, wenn gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Medien samt ihrem Programmauftrag (Bildung???) mit den privaten einen mörderischen Wettbewerb mit niveaulosen Dudeleien eingehen :evil: .


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